cause we’ll never let you go this far alone
i will never let you go

notwist. das neue album. ich habe es schon so lange und jetzt diese nacht zum ersten mal gehört. zuvor fehlte mir stets die ruhe, doch genau die ruhe ist es, die ich am meisten brauche, wenn es darum geht, bedeutsame musik zum ersten mal anzuhören. jetzt, danach, brauche ich ruhe um dasvon eben wirken zu lassen. es fällt mir schwer, ich werde dabei unruhig. ich möchte noch ein mal auf play drücken und traue mich nicht. trotzalledem weiß ich, dass dieses album der grund sein wird, warum ich noch einige zeit heute nacht wach bleiben werde. und ich weiß, dass ich den playknopf doch ganz bald drücke.ich möchte dieses album auf schallplatte haben. ich bin pleite, doch das wäre eine eindeutig gute investition. eine sehr gute investition.
meine güte, das hatte ich lange nicht mehr, dass mir von musik so schwummerig wird. sehr sehr gut! ich hatte es wahnsinnig vermisst dieses gefühl. vor meinem umzug war ich dafür noch unheimlich anfällig. in berlin erlebt man so viel, da kann man das meiste gar nicht richtig wahrnehmen. ich zumindest nicht. es macht mir zwar unendlich viel spaß, ich genieße es wirklich jeden tag hier zu sein, doch erkenne ich immer mehr, dass man in dieser stadt schnell lebt wie ein fetter fresssüchtiger. man stopft und stopft die eindrücke in sich hinein, fast schon wahllos, alles, was appetitlich aussieht, wird genommen, man hat niemals genug und wenn tatsächlich mal einen moment pause ist, dann wird man verrückt und fängt an wild um sich herum zu fuchteln. kann man mit dem ganzen ballast nicht umgehen, fuchtelt man auch.
so dachte ich zum beispiel kürzlich schon fast, ich hätte einen hörsturz. ich schätze aber doch eher auf einen ekligen migräneanfall, den ich auf diese art noch nicht kannte.
nun saß ich also vorhin an meinem macbook und wollte final cut installieren (ich steuere auf eine 1a filmkarriere zu. haha. äääh), dafür musste ich hochfahren, runterfahren. tatütata… gezwungene wartepause und irgendwie zufällig diese ruhe. in solchen momenten hört man dann also notwist. wenn man darauf pocht, endlich wieder selbst kreativ zu werden. oder, wenn man wieder erfahren möchte, wie es ist, nicht mehr im normalen takt atmen zu können und 44 minuten einfach nur die augen zu schließen oder an die wand zu starren. konzentration einzig auf die musik gelegt. ohne ablenkung. ach ich hatte es so vermisst.
das ist wieder einer dieser momente, in denen ich denke, dass richtige musik nichts menschliches ist. das ist magie oder sowas. ein geschenk gottes. wie auch immer man es nennen mag. oder sie ist, genau umgekehrt, die essenz des menschen und geht genau deswegen so sehr ans herz. so so so sehr so sehr so sehr so sehr so sehr!

(diesen text muss jetzt keiner verstehen. kurgefasste aussage: the notwist – the devil, you+me
ist ein hervorragendes album. neon golden war sehr sehr wichtig und prägend. was mit dem neuen album geschieht, keine ahnung. heute nacht jedenfalls prägt und wichtigt es mindestens genauso.)

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